TWVK Oberhofen am Irrsee

TWVK Oberhofen am Irrsee

Kategorie:

Siedlungswasserbau, Wasserversorgung, GIS Services

Zeitraum:

10/2017 – 07/2018

Auftraggeber:

Gemeinde Oberhofen am Irrsee

Gemeinde / Bundesland:

Oberhofen am Irrsee, OÖ

Projektbeschreibung:

Das Amt der oö. Landesregierung verlangt seit dem Jahr 2014 für alle anstehenden Förderanträge zur Trinkwasserversorgung ein Trinkwasserversorgungskonzept (TWVK) für die gesamte Gemeinde. Dieses dient einerseits der Darstellung der derzeitigen Versorgungssituation in der Gemeinde und andererseits der Erarbeitung und Aufzeigen eines Zielzustandes für das gesamte Gemeindegebiet mit dem Ziel der höchstmöglichen Versorgungssicherheit sowie einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit, wo dies nach erster Betrachtung möglich und sinnvoll ist („Gemeinsame Zonen“).

Im Konzept wird die Trinkwasserversorgung bis auf die Gebäudeebene analysiert und in vier verschiedene Gruppen eingeteilt:

  • (schon bisher) gemeinsam versorgte Bereiche („Layer A“)
  • Bereiche ohne gemeinsame Wasserversorgung („Layer B“)
  • Bereiche, in denen zukünftig eine gemeinsame Wasserversorgung wirtschaftlich sinnvoll ist („Gemeinsame Zonen / Layer C“)
  • Bereiche, in denen auch zukünftig die Einzelwasserversorgung die wirtschaftlichste Lösung darstellt („Streulagen“)

Die Einteilung der einzelnen Gebäude in die vier Gruppen geschieht anhand Berechnung einer Grenzlänge, die sich aus der Gegenüberstellung von Errichtungs- und Instandhaltungskosten eines Hausbrunnens nach Stand der Technik zu den erwarteten Laufmeterkosten zur Herstellung einer Anschlussleitung sowie deren Instandhaltung berechnen lässt.

Die Gemeinde Oberhofen am Irrsee besitzt trotz hoher Investitionen der einzelnen Wassergenossenschaften in die gemeinsame Trinkwasserversorgung eine sehr heterogene Versorgungsstruktur; gleichzeitig standen Investitionen in den Ausbau der Versorgung an.

Aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Gemeindevorstand und den Obmännern der einzelnen Genossenschaften konnte das Konzept trotz der komplexen Versorgungsstruktur und des damit verbundenen hohen Aufwands bei der Erfassung der bestehenden Infrastruktur in einem guten halben Jahr fertiggestellt und anschließend der interessierten Bevölkerung im Sitzungssaal der Gemeinde präsentiert werden.

Technische Eckdaten:

Einwohner: 1838
Gebäude: 703
Ortschaften: 19
Anzahl der Wasserversorger („Layer A“): 15
Kleinstanlagen: 21
Bereiche mit bestehender Einzelversorgung („Layer B“): 45
Gemeinsame Zonen („Layer C“): 17