Hochwasserschutz Kremstal, Generelle Planung

Kategorie:

Hochwasserschutz, Hydrologie, Hydraulik

Zeitraum:

2018 – 2020

Auftraggeber:

Amt der OÖ Landesregierung, Gewässerbezirk Linz

Projektpartner:

Blattfisch, Büro für Gewässserökologie, Wels

Gemeinden, Bundesland:

Einzugsgebiet der Krems, Oberösterreich

Projektbeschreibung:

Basierend auf der „Machbarkeitsstudie Hochwasserschutz-Kremstal“ und den darauf aufbauenden Generellen Projekten „RHB Fernbach“ und „RHB Feyreggerbach“ und „Hochwasserschutz Neuhofen-Piberbach“ werden die gewählten Schutzmaßnahmen überprüft und an den Stand der Technik angepasst. Unter der Annahme, dass das zum Zeitpunkt der Projekterstellung im Bau befindliche Rückhaltebecken „Krems-Au“ in den Gemeinden Nußbach und Wartberg an der Krems fertiggestellt worden ist, erfolgt eine Optimierung des Maßnahmenkonzepts und eine Prioritätenreihung.

Projekt “Maßnahmenkonzept Alm”

Das Einzugsgebiet der Alm erstreckt sich über mehrere Gemeinden und wird sowohl von der Wildbach- und Lawinenverbauung (Zubringer) als auch vom Gewässerbezirk Gmunden betreut.

Der „Wasserverband Almtal“ wurde gegründet um gemeinde- und dienststellenübergreifend schutzbauliche Maßnahmen abzustimmen. Der Verband umfasst die Gemeinden Grünau, Pettenbach, Scharnstein, Steinbach am Ziehberg und Vorchdorf.

Im Zuge des Projekts „Maßnahmenkonzept Alm“ werden Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser und anderen wassergebundenen Naturgefahren anhand eines Kriterienkatalogs bewertet und einer Prioritätenreihung unterzogen. Die Maßnahmen sollen schließlich nach der Prioritätenreihung abgehandelt werden.

In einem Workshop mit Vertreter*innen des Wasserverbands und der Dienststellen wurde der Kriterienkatalog evaluiert und die Gewichtung der Kriterien bestimmt. Kriterien, die für die Reihung herangezogen werden sind u.a. die Wirksamkeit der Maßnahme auf die gesamte Region, die Minimierung von Risiken auf Wohn- und Betriebsgebäude sowie kritische Infrastruktur, Errichtungskosten und ökologische Aufwertung.

Weitere Schritte sind die Einbeziehung weiterer Interessensgruppen und die Information betroffener und interessierter Bürger*innen.

“Kremstal schützt sich vor dem Hochwasser”: Cover Story im aktuellen Extrablick

In der aktuellen Ausgabe vom 9. Oktober 2020 berichtet die Zeitung Extrablick über eines der größten Hochwasserschutzprojekte Österreichs, dem Hochwasserschutz im Kremstal. Derzeit laufen die Bauarbeiten des Rückhaltebeckens Krems-Au zwischen Wartberg und Nußbach auf Hochtouren. Mit 1,9 Kilometern Dammlänge ist es das größte Rückhaltebecken Österreichs und soll Ende 2021 einsatzbereit sein, um die Gemeinden entlang der Krems vor Überflutungen zu schützen.

Die Dipl.Ing. Günter Humer GmbH ist für die Ausführungsplanung zuständig und nimmt als Begleitende Kontrolle für den Bauherrn organisatorische Aufgaben im Zuge der Bauabwicklung war.

Quelle: Extrablick, Die Zeitung fürs südliche Oberösterreich; S. 15-17; Nr. 14/2020 vom 09.10.2020

 

 

 

HILLSLOPE geht an IBH

In Altheim, Tumeltsham und Passau kommt es in Folge von Starkregenereignissen immer wieder zu Überflutungen durch Oberflächenabflüsse.

Im Rahmen des INTERREG-Projekts Hillslope wurde das Ingenieurbüro Humer mit dem Teilprojekt „Modellierung pluvialer und fluvialer Hochwasser, Erstellung von Maßnahmenkonzepten im Gemeindegebiet von Altheim” beauftragt.

Dabei wird unsere innovative Software zur hydraulischen Berechnung der pluvialen Abflüsse zum Einsatz kommen. Für das gesamte Gemeindegebiet von Altheim werden Gefahrenkarten für pluviale und fluviale, sowie für eine kombinierte Überflutungssituation erstellt.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.bmnt.gv.at/forst/wildbach-lawinenverbauung/kooperationen-zusammenarbeit/interreg-projekt_hillslope.html

RHB Krems-Au: Durchstich Krems planmäßig erfolgt

Im Rahmen des Projektes wird die Krems wieder in die Tiefenlinie des Kremstals verlegt. Dazu wurde auf einer Länge von ca. 900m das Flussbett vollständig neu errichtet. Der Rothbach als rechter Zubringer wurde ebenfalls etwas verlegt, wobei die Einmündung in die Krems innerhalb des Retentionsbecken unmittelbar vor dem Grundablassbauwerk erfolgt.

Anschließend quert die Krems den Damm durch die Durchströmung des Grundablassbauwerks und fließt weiter über die neu errichtete Wehranlage Eder in Richtung Wartberg. 100m flussauf der Wehranlage schwenkt die Krems wieder in ihren alten Verlauf ein, von dort bis zur Mündung in den Nußbach wurde das Flussbett neu gestaltet.

Am 13.02.2019 erfolgte plangemäß der Durchstich und somit die Dotation des neuen Kremsabschnitts.