HWS Krems, Nöstlbach-Weißenberg

Hochwasserschutz Krems, Nöstlbach-Weißenberg

Auftraggeber:
Wasserverbandes Unteres Kremstal

Projektpartner:
Gewässerbezirk Linz
Technisches Büro für Gewässerökologie Gumpinger, Wels
OÖ. Bodenprüfstelle

 

Das Projektsgebiet befindet sich in den Ortschaften Nöstlbach und Weißenberg in den Gemeindegebieten von Ansfelden, Neuhofen an der Krems und St. Marien.
Diese beiden Ortschaften haben zusammen etwa 1200 Einwohner, welche auch großteils 2002 vom Hochwasserereignis im August betroffen waren.

Das Projektsgebiet hat im Ist-Zustand einen Schutz vor ca. einem 5-jährlichen Hochwasserereignis. Diese Maßnahme ist Teil der Machbarkeitsstudie über Hochwasserschutzmöglichkeiten im gesamten Kremseinzugsgebiet, DI Humer 2005/2006, und wird aufgrund des niedrigen Schutzgrades zeitlich den anderen Maßnahmen vorgezogen.

Randbedingungen für das Projekt:

  • Im Projektsgebiet befindet sich ein Ausleitungskraftwerk, dass zeitgleich zu einem Laufkraftwerk umgebaut werden soll
  • Unterhalb der Wehranlage mündet rechtsufrig der Seilerbach in die Krems. Dieser ist über 150 lfm in gedeckelter Form ausgeführt worden. Oberhalb dieses Durchlassbauwerks mündet der Pachersdorfer Bach als rechtsufriger Zubringer in den Seilerbach
  • Starke infrastrukturelle Einschränkungen durch annähernd beidseitig durchgehendes Siedlungsgebiet mit Erschließungsstraßen und Leitungsträgern (Gas, Kanal, Strom, Wasserleitung, Telefon)
  • Straßenbrücke über die Krems
  • Querende Gasleitungen unterhalb der Kremssohle
  • Wasserrechtlich bewilligte Sohlschwellen, im Rechtsbesitz einer Privatperson

Unter Einbeziehung der Betroffenen, der Grundstücksbesitzer und sonstigen Interessenten wurden folgende wesentlichen Merkmale des Hochwasserschutzes in Nöstlbach – Weißenberg geplant:

  • Stauraumgestaltung flussauf der Wehranlage als Kompensationsmaßnahme
  • Fangdämme im linken und rechten Vorland um die Überflutungen aus dem Hinterland zu verhindern
  • Organismenwanderhilfe für die Wehranlage, welche in einem Nebenprojekt abgewickelt wurde
  • Entlang des Pachersdorfer Bachs ist eine HW-Schutzdamm bzw. eine –Schutzmauer vorgesehen, welche in den rechtsufrigen Fangdamm eingebunden wird.
  • Renaturierung des Pachersdorfer Bachs
  • Renaturierung des Seilerbachs und fischdurchgängige Ausbildung des Durchlassbauwerks
  • Aufweitung linksufrig im wenig infrastrukturell beeinträchtigen Gebiet
  • Vergrößerung des Abflussquerschnittes im infrastrukturell stark beeinträchtigten Siedlungsgebiet durch Errichtung von Steinschlichtungen (Neigung 70°)
  • Neuerrichtung des Brückenquerschnittes, bei gleichzeitiger Hebung der Konstruktionsunterkante
  • Temporärer Hochwasserschutz, Diese Maßnahme sind Übergangslösungen bis die geplanten Rückhaltebecken aus der Machbarkeitsstudie Hochwasserschutz Kremstal umgesetzt sind