(Deutsch) Flash Flood Risk Map (FFRM)

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Flash Flood Risk Map (FFRM)

Auftraggeber:
Europäische Kommission, Directorate-General for Research & Innovation

Projektpartner:
Swedish Meteorological and Hydrological Institute (SMHI)

Gesamtprojekt:
EU-FP7 Forschungsprojekt “SWITCH-ON” (www.water-switch-on.eu)

Die „Flash Flood Risk Map“ als Teilprojekt des FP7-EU-Forschungsprojekts „SWITCH-ON“ widmet sich der Ermittlung des durch Hangwässer resultierenden Schadensrisikos auf Basis eines hundertjährlichen Niederschlagsereignisses mit der Dauer von 90 Minuten (Bemessungsregen nach eHYD) als meso-skalige Untersuchung für das gesamte Bundesland Oberösterreich.

Um dieses seriös beurteilen zu können, müssen zunächst auf hydraulischem Weg die entsprechend gefährdeten Flächen und deren maximale Überflutungstiefe berechnet werden. Diese Vorgangsweise bietet gegenüber einer rein GIS-basierten Auswertung wie beispielsweise der Flow Accumulation eines Hydro-DEM den Vorteil, dass ähnlich wie bei der Berechnung von fluviatilen Überflutungen ein hydraulisch korrektes Strömungsmodell die Grundlage für alle weiteren Auswertungen bildet. Die dazu verwendeten Eingangsparameter sind mit Ausnahme der Gebäude in unterschiedlicher Qualität als Open Data im Netz frei verfügbar und gliedern sich in die folgenden Komponenten:

  • Digitales Geländehöhenmodell (25m Auflösung, abgeleitet aus ALS-Daten), Berichtsgewässernetz nach Wasserrahmenrichtlinie
  • Daten zu Landnutzung / Bodenbedeckung und Versiegelungsgrad (CORINE, Urban Atlas, Imperviousness; zur Risikobewertung: Digitaler Flächenwidmungsplan)
  • Durchlässigkeitsbeiwerte bzw. Hydraulische Leitfähigkeit des Bodens (Österr. Bo-denkarte, Hydrologischer Atlas)
  • Niederschlagssummen (Bemessungsniederschlag nach eHYD.gv.at)
  • Gebäudelayer aus ALS-Daten (zur Verfügung gestellt durch das Amt der oö. LR)

Die Ermittlung von durchschnittlichen Schadenswerten als Funktion von Wassertiefe, Landnutzung, durchschnittlichem Flächenwert und der Bebauungsdichte macht das Schadensrisiko durch Sturzfluten monetär abschätzbar. Während im Wohnbereich die Datenlage eine solide Abschätzung ermöglicht, können vor allem im Bereich der Industrie- und Gewerbebetriebe bei den Schadenswerten nur Richtwerte verwendet werden, da es in diesem Bereich kaum verfügbare Daten gibt und auch die Spannweite des möglichen Schadens sehr hoch ist. Aus diesem Grund werden die pro Flächeneinheit mit gleicher Landnutzung und gleicher Überflutungstiefe ermittelten Schadenswerte für die Darstellung in der Risikokarte in fünf Klassen (sehr geringes bis sehr hohes Schadensrisiko) dargestellt.

Die Karten sind auf www.waterviewer.com veröffentlicht.

Darstellung der Wassertiefe, die durch ein 100-jährliches Kurzregenereignis ausgelöst wird
Risikokarte mit Unterteilung in Abhängigkeit von Wassertiefe und Schadenspotential